Namibia liegt im südwestlichen Afrika. Das überwiegend karge Land grenzt im Norden an Angola, im Osten an Botswana und im Süden an Südafrika, der Caprivi-Zipfel, eine schmale Landzunge im Nordosten des Landes, grenzt an Sambia und Simbabwe. Der 1280 km langeKüstenstreifen ist einer der eindruckvollsten der Welt. Die riesigen Wanderdünen der Namib-Wüste an der Küste erstrecken sich 80-130 km landeinwärts (bedecken damit 15% der gesamten Landesfläche). Die Ausläufer eines von Nord nach Süd verlaufenden Plateaus senken sich nach Osten zur Kalahari-Wüste hin ab. Im Nordwesten erheben sich die 66.000 qkm umfassenden Kaokoveld-Berge, tiefer im Landesinneren erstreckt sich die riesige Etoscha-Pfanne. Gras- und Buschland umgibt diesen flachen, oft ausgetrockneten Salzsee, der Heimat zahlloser Wildtiere ist. Das Etoscha-Tierreservat ist eines der schönsten Afrikas und von Menschenhand fast völlig unangetastet.

Klimatabelle Namibia

Der kalte Benguela-Strom hält das Küstengebiet der Wüste Namib kühl und beinahe niederschlagsfrei. Morgens ist dichter Küstennebel möglich. Im Landesinneren fällt im Sommer (Oktober – April) der meiste Niederschlag. Die Sommertemperaturen sind im Januar und Februar am höchsten. Durch die Höhenlage sind die Nächte mitunter kühl.

Monat: J F M A M J J A S O N D
max.Temperatur in (°C ) 28 27 26 25 22 20 20 22 26 27 29 30
min. Temperatur (°C) 20 18 17 15 11 8 7 10 15 17 20 21
Niederschlag (Tage) 14 14 11 8 3 1 1 2 2 4 6 12
Niederschlag (mm) 79 82 80 39 8 24 5 0 3 13 28 41
relative Feuchte (%) 46 54 50 49 40 35 35 28 24 23 27 45
gemessene Durchschnittstemperatur in Windhoek
  • ganzes Jahr gute Reisebedingungen, trockenes Klima
  • Hochsommer zwischen Dezember und März
  • Winter zwischen Mai und August

Visbestimmungen Namibia – Übersicht

Pass erforderlich Visum erforderlich Rückreiseticket erforderlich
Deutschland Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja 1 Ja
Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundigen Sie sich
im Zweifelsfall vor der Abreise bei der zuständigen konsularischen Vertretung.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muß mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Einreise mit Kindern in Namibia

Deutscher Kinderausweis mit Lichtbild oder Eintragung eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils bis zum 16. Lebensjahr ohne Lichtbild oder Kinderreisepass.
Aktueller Hinweis zum Kinderausweis/Kinderreisepass: Seit dem 01.01.2006 ersetzt der Kinderreisepass den Kinderausweis. Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar. Der Kinderreisepass ist fälschungssicher, maschinenlesbar und stets mit einem Lichtbild versehen.

Österreicher

Eigener Reisepass oder Eintragung eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils bis zum 16. Lebensjahr ohne Lichtbild.
Aktueller Hinweis zum Kinderreisepass: In Österreich wurde am 16. Juni 2006 ein Kinderreisepass (ohne Chip aber mit digitalisiertem Foto) für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr eingeführt. Kinder können bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres aber weiterhin auch in den Reisepass eines mitreisenden Elternteils eingetragen werden. Die Eintragung wird jedoch nicht von jedem Land akzeptiert und auf internationaler Ebene sinkt die Akzeptanz der Kindermiteintragung.

Schweizer

Eigener Reisepass oder Eintragung eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils bis zum 16. Lebensjahr ohne Lichtbild.
Aktueller Hinweis zur Eintragung im elterlichen Reisepass: Der Miteintrag der Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr im elterlichen Pass des Modells 85 ist bis zum Ablauf des Passes am 31.12.2007 gültig. Ab diesem Zeitpunkt benötigen Kinder in jedem Fall einen eigenen Ausweis mit Lichtbild.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum für Namibia

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten (sofern nicht anders angegeben), die bei der Einreise eine „Entry Permit“ erhalten:
(a) [1] Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder (außer: Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern) und Schweiz;
(b) Angola, Australien, Botswana, Brasilien, GUS, Island, Japan, Kanada, Kenia, Kuba, Lesotho, Liechtenstein, Malawi, Malaysia, Mosambik, Neuseeland, Norwegen, Sambia, Simbabwe, Singapur, Südafrika, Swasiland, Tansania und USA;
(c) Hongkong (China) und Macau (China) für touristische Aufenthalte von bis zu 30 Tagen.

Visagebühren für Namibia

Deutschland und Schweiz
Touristenvisum: 45 € (einmalige Einreise), 65 € (zweimalige Einreise);
Geschäftsvisum: 60 €;
Transitvisum: 35 € (einmalige Durchreise);
Arbeitsvisum:50 € (für einen Aufenthalt von kürzer als 3 Monate);
Expressausstellung: 70 €.

Die Visagebühren gelten für visumpflichtige Staatsangehörige, die bei der Ausreise aus Namibia eine mindestens 6 Monate gültige Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland haben oder eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz haben.Jedem Antrag für einen Studien-, bzw. Arbeitsaufenthalt oder eine Aufenthaltsgenehmigung muss eine Gebühr von 30 € beigefügt werden (Rückerstattung nicht möglich). Die restliche Summe ist bei Genehmigung des Antrags bei der Einreise in Namibia zu entrichten.

Österreich und Schweiz

Touristenvisum: 45 € (einmalige Einreise).
Geschäftsvisum: 65 €

Die Visagebühren gelten für visumpflichtige Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Österreich haben.

Gültigkeitsdauer

Touristenvisum, Geschäftsvisum: 3 Monate. Eine Verlängerung (max. 90 Tage) ist möglich und sollte rechtzeitig beim „Ministry of Home Affairs“, Independence Avenue/Ecke Casino Street, NA-Windhoek, beantragt werden.

Antragstellung: Konsularabteilung der Botschaft

Unterlagen: (a) Gültiger Reisepaß. (b) 2 Antragsformulare. (c) 2 Paßfotos. (d) Rückflugticket (Kopie). (e) Geschäftsvisum: ggf. Firmenschreiben. Bei postalischer Beantragung muß ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigelegt werden.

Bearbeitungszeit: 14 Tage.

Visumverlängerung: Eine Verlängerung des Visums kann beim Innenministerium in Windhoek (Tel: (061) 292 91 11) oder bei der zuständigen namibianischen Vertretung beantragt werden.

Geld und Devisen Namibia

Wichtiges zu Währung, Geld und Devisenbestimmungen in Namibia

Währung: 1 Namibischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: N$, NAD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50 und 10 N$. Münzen in den Nennbeträgen von 5 und 1 N$ sowie 50, 10 und 5 Cents. Der Namibische Dollar ist an den Südafrikanischen Rand gebunden, der ebenfalls in Namibia als gültige Währung akzeptiert wird.

Kreditkarten

Diners Club, Eurocard, MasterCard, American Express und Visa werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Kreditkarten werden in namibia an keiner tankstelle akzeptiert. Allerdings steht an jeder grösseren Tankstelle ein ATM (Geldautomat).

EC Maestro

Alle Geldautomaten in Namibia akzeptieren EC Maestro Karten. Abhebungen sind normalerweise bis 3000.- N$ (ca. 300 €) möglich. Allerdings kann man die Karte dann gleich noch einmal verwenden und kommt auch so an sein Ziel. Die Gebühren liegen bei ca. 4.50 € pro Transaktion. Mann kann allerdings z.B. mit der Sparkarte von Postbank oder Deutsche Bank kostenlos Bargeld beziehen.

Gesundheitsvorsorge in Namibia

Die medizinische Versorgung in den städtischen Bereichen liegt grundsätzlich weit über dem afrikanischen Durchschnitt. In allen größeren Orten findet man Krankenhäuser und Apotheken. Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion sollten unbedingt mitgenommen werden. Serum gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche sollte u. U. mitgeführt werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen.

Sonnenschutz in Namibia

Die UV-Strahlung in Namibia ist sehr hoch. Durch die Grosse Höhe von vielen Landesteilen und der grossen Nähe zum Äquartor ist die Sonneneinstrahlung extrem hoch! Sonnenschutz (Sunblocker) ist daher unbedingt erforderlich.

Impfungen für Namibia

Vorsichtsmaßnahmen empfohlen Impfschein erforderlich
Gelbfieber Nein 1
Cholera Nein Nein
Typhus & Polio Ja
Malaria 2
Essen & Trinken 3
Impfvorschriften können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im
Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein. Weitere Informationen erteil das Tropeninstitut.

 

[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen. Wer aus einem Land außerhalb der Infektionsgebiete einreist, braucht keine Impfbescheinigung. Allerdings wird eine Impfbescheinigung verlangt, wenn in einem Land der Infektionszone zwischengelandet wurde, auch wenn beim Transit der Flughafen nicht verlassen wurde. Personen, die auf Verlangen keine Gelbfieber-Impfbescheinigung vorlegen können, müssen sich einer 6-tägigen Quarantäne unterziehen oder werden ins Herkunftsland zurückgeschickt.
Bei Kindern unter 9 Monaten und Frauen im ersten Drittel einer Schwangerschaft wird nicht auf einer Impfbescheinigung bestanden.

[2]: Malariaschutz ganzjährig erforderlich im Kawango- und Kunene-Tal sowie im Caprivi-Streifen am Sambesi-Fluss (hohes Malaria-Risiko). Von November bis Juni besteht ein mittleres Malariarisiko in Otjozondjupa, Ovamboland, Etosha und Omaheke (vorwiegend in den Feuchtbiotopen im Nordosten und Osten). Ein geringeres Risiko herrscht in den übrigen Landesteilen im Norden, Nordwesten und nach Süden. Kein Malaria-Risiko gibt es in den Städten und Süd-Namibia. Die zu 85 % vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) soll chloroquinresistent sein und tritt im Kawango- und Kunene-Tal sowie im Caprivi-Streifen auf. In den übrigen von Malaria betroffenen Gebieten tritt die weniger gefährliche Plasmodium vivax Malaria tertiana auf.

Für die Malariaprophylaxe sind generell langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel empfohlen. In den hohen Risiko-Regionen Kawango-, Kunene-Tal, im Caprivi-Streifen ganzjährig und in den übrigen nördlichen Gebieten von November bis Juni sollte man medikamentös einer Malaria-Infektion vorbeugen. Eine Notfallmedikation empfiehlt sich von Juli bis Oktober in den nördlichen Gebieten.

[3]: Größtes Infektionsrisiko stellen Darminfektionen dar. Die für alle tropischen Länder geltenden Hygieneregeln (z. B. Vorsicht bei Genuß von Nahrungsmitteln und Leitungswasser) sollten sorgfältig beachtet werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Bilharziose-Erreger

kommen in manchen Teichen und Flüssen v.a. im Caprivi-Streifen vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids

ist weitverbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

In vereinzelten Regionen im Norden besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko für die Schlafkrankheit.Bei Aufenthalten in diesen Gebieten werden aufgrund des Risikos der durch Mücken übertragenen Erkrankungen sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen empfohlen.

Tollwut kommt vor.

Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Unterwegs mit dem Auto

Die namibischen Straßen sind (für afrikanische Verhältnisse) gut. Wichtigste Verbindungsstrecken sind geteert (B-Straßen) und man kann ca. 120 km/h fahren. Jedoch bestehen die meisten Straßen aus Schotter- oder Sandpisten (C- und D-Straßen), die eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erlauben. Alle Strassen sind ausgeschildert, es empfiehlt sich aber ein GPS Navigationsgerät mit Namibia Karte. Unsere Informationsmappe enthält immer eine gute Straßenkarte mit eingezeichneter Route.
Ein Allradantrieb ist im Allgemeinen nicht erforderlich, kann aber in der Regenzeit nützlich sein, da Flüsse, die die meiste Zeit des Jahres trocken sind, zeitweise Wasser führen. Brücken sind nur auf Straßen der Kategorien B und C üblich. Da Geländewagen robuster sind als PKW, ist die Pannenanfälligkeit auf schlechten Strecken geringer.
In Namibia gilt Linksverkehr. Ein internationaler Führerschein ist erforderlich.

Weitere Informationen zu Namibia vom Auswärtigen Amt.